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Lateinamerika aktuell - Latin America at a Glance

An Prominenz mangelte es nicht, als TV-Comedian Jimmy Morales am vergangenen Donnerstag als 50. Präsident des Landes das höchste Staatsamt im „Herz der Maya-Welt“ (offizieller Werbeslogan) übernahm.


US-Vizepräsident Joe Biden, der vormalige spanische König Juan Carlos de Borbón und zahlreiche lateinamerikanische Regierungschefs jedweder Couleur nahmen an der Zeremonie teil. Dies war auch ein Zeichen dafür, welche Bedeutung der Entwicklung des Landes nach den Ereignissen des vergangenen Jahres international beigemessen wird.




„Mission erfüllt. Wir haben ihn. Ich möchte die Mexikaner darüber informieren, dass Joaquín Guzmán Loera verhaftet wurde.“

 

Dieser Artikel ist am Samstag, den 12. Dezember 2015, in der Print-Ausgabe der Fuldaer Zeitung erschienen.


Am 6. Dezember waren die Venezolaner aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Die Wahlen fanden in einem denkbar schwierigen Umfeld statt. Die desolate Wirtschaftslage, eine hohe Kriminalität und ausufernde Korruption haben das erdölreiche Land an den Rand des Ruins gebracht. Eine extreme Inflation von rund 200 Prozent hat vor allem einkommensschwache Bevölkerungsgruppen weiter i n die Armut getrieben. Es fehlt am Nötigsten: Toilettenpapier, Medikamente, Dinge  des täglichen Bedarfs. Lange Schlangen in den Geschäften gehören zum Alltag der Venezolaner. Dazu kommt eine desolate Sicherheitslage – Caracas ist eine der gefährlichsten Städte der Welt.

Venezuelas Opposition liegt bei den Wahlen am kommenden Sonntag deutlich vorne. Versorgungsengpässe, Korruption und Gewalt prägen die Stimmung im Land. Währenddessen versucht das sozialistische Regime unter Präsident Maduro, seine Führung mit aller Macht zu verteidigen, indem es die Opposition systematisch einschüchtert und Verwirrung in der Bevölkerung stiftet. Es wird sich zeigen, ob der Druck der internationalen Gemeinschaft ausreicht, um am 6. Dezember rechtmäßige Wahlen zu garantieren und den erwarteten Wahlbetrug durch die Regierung zu vermeiden.

Am 22. November fand in Argentinien der 2. Wahlgang der Präsidentschaftswahlen statt. Mit dem Sieg des Oppositionskandidaten Mauricio Macri über den Kandidaten der regierenden Peronisten Daniel Scioli endet die 12-jährige Regierungszeit von Nestor und Cristina Fernandez Kirchner.

In Mexiko hat der Oberste Gerichtshof vor einigen Tagen das bisher geltende Marihuana-Verbot gekippt.


Das Urteil dürfte ein Präzedenzfall werden. Die Leiterin unseres Regionalbüros in Mexiko, Birgit Lamm, Leiterin des Regionalbüros Lateinamerika der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit beantwortet die wichtigsten Fragen zu dem historischen Urteil.


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